Teddy Sagi ist ein israelischer Milliardär mit einem geschätzten Vermögen von 7,1 Milliarden Dollar. Er gründete Playtech, eine der größten Glücksspiel-Software-Firmen der Welt, und kontrolliert heute über Kape Technologies mehrere der größten VPN-Dienste der Welt – darunter ExpressVPN, CyberGhost, Private Internet Access (PIA) und ZenMate.
Das Problem: Diese VPN-Dienste werden von Millionen von Menschen genutzt, die Privatsphäre und Sicherheit suchen – doch die Vergangenheit von Kape Technologies (früher Crossrider), die Verbindungen zu Geheimdiensten und die mangelnde Transparenz werfen ernsthafte Fragen über die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit dieser Dienste auf.
Eine tiefe Recherche offenbart: Crossrider’s Malware-Vergangenheit, ExpressVPN-Executive mit UAE-Geheimdienst-Verbindungen, manipulierte VPN-Review-Websites und Pangogroup mit Hotspot Shield – warum diese Dienste nicht sicher sind und welche Verbindungen zu israelischen und US-Geheimdiensten bestehen.
Worum es geht
- 👤 Teddy Sagi: Israelischer Milliardär, Gründer von Playtech, Besitzer von Kape Technologies
- 🏢 Kape Technologies: Ehemals Crossrider – Malware/Adware-Vergangenheit, besitzt ExpressVPN, CyberGhost, PIA, ZenMate
- 🔍 ExpressVPN: Ehemaliger CIO Daniel Gericke arbeitete für UAE-Geheimdienst (Project Raven), hackte US-Maschinen
- 📰 VPN-Review-Websites: Kape besitzt vpnMentor und Wizcase – Interessenskonflikt und Manipulation
- 🛡️ Pangogroup: Hotspot Shield, Betternet – Sicherheitsprobleme, wurde von AURA übernommen
- 🇮🇱 Israel-Verbindungen: Sagi ist Israeli, Kape ist britisch-israelisch, Playtech-Verbindungen
- 🇺🇸 US-Verbindungen: Project Raven mit US-Intelligence-Operativen, Export-Kontrollverletzungen
- ⚠️ Sicherheitsrisiken: Warum diese VPN-Dienste nicht sicher sind
Wer ist Teddy Sagi?
Teddy Sagi (geboren 1971) ist ein israelischer Milliardär mit einem geschätzten Vermögen von 7,1 Milliarden Dollar (Wikipedia, Forbes). Er ist in London und Dubai ansässig und hat ein Technologie-Imperium aufgebaut, das Glücksspiel-Software, Zahlungsabwicklung, Immobilien und digitale Werbung umfasst.
Playtech: Das Glücksspiel-Imperium
Sagi gründete Playtech im Jahr 1999 – eine Online-Glücksspiel-Software-Firma, die Software für Online-Casinos, Poker-Räume, Sportwetten und andere Gaming-Plattformen bereitstellt (Wikipedia). Playtech wurde 2006 an der London Stock Exchange zu einer Bewertung von etwa 550 Millionen Pfund notiert (Wikipedia). Sagi verkaufte seine Anteile schrittweise und hatte bis November 2018 alle seine Beteiligungen vollständig veräußert (Reuters).
Playtech’s Geschäftsmodell:
- Software für Online-Casinos: Bereitstellung von Spielen und Plattformen
- Zahlungsabwicklung: SafeCharge (später für 889 Millionen Dollar an Nuvei verkauft)
- Globale Präsenz: Kunden in über 100 Ländern
Kape Technologies: Das VPN-Imperium
Sagi erwarb Crossrider im Dezember 2012 für 37 Millionen Dollar und gründete das Unternehmen (Wikipedia). Crossrider wurde 2018 zu Kape Technologies umbenannt, als das Unternehmen von Ad-Tech zu Cybersecurity wechselte (Globes).
Heute kontrolliert Sagi Kape Technologies über Unikmind, ein Isle of Man Investment-Vehikel, mit 54,8% der Anteile (Reuters). Im Februar 2023 machte Sagi ein Übernahmeangebot, um Kape zu privatisieren und das Unternehmen mit 1,5 Milliarden Dollar zu bewerten (Reuters). Im Mai 2023 wurde Kape von der London Stock Exchange delisted, nachdem Sagi die Firma übernommen hatte (Wikipedia).
Sagi’s kriminelle Vergangenheit
Sagi wurde 1996 in Israel wegen Betrugs und Bestechung verurteilt und verbüßte fünf Monate einer neunmonatigen Haftstrafe (Wikipedia). Diese Vergangenheit wirft Fragen über die Vertrauenswürdigkeit von Sagi und seinen Unternehmen auf.
Panama Papers: Offshore-Konten
Sagi ist in den Panama Papers dokumentiert und mit 16 Offshore-Konten verbunden, darunter MB Select Holdings Limited und Red Harmony Investments Limited in den British Virgin Islands (ICIJ Offshore Leaks, World Casino Directory). Diese Offshore-Strukturen werfen Fragen über Steuervermeidung und Transparenz auf.
Kape Technologies: Von Crossrider zu einem VPN-Imperium
Kape Technologies wurde als Crossrider im Jahr 2011 gegründet und vollzog im September 2014 seinen Börsengang an der London Stock Exchange (Globes). Das Unternehmen war zunächst auf Werbetechnologie und Web-App-Tools fokussiert, wechselte aber nach dem Wandel der Ad-Tech-Industrie (durch Facebook und Google) zu Cybersecurity.
Crossrider’s Malware-Vergangenheit
Crossrider wurde mit Malware und Adware in Verbindung gebracht (CyberInsider). Während das Unternehmen nicht direkt für die Erstellung von Malware verantwortlich war, wurde der Name “Crossrider” in der Cybersecurity-Community oft mit Malware und Adware in Verbindung gebracht (RestorePrivacy).
Das Problem:
- Crossrider’s Services wurden zunehmend von Malware- und Adware-Entwicklern genutzt
- Das Unternehmen kämpfte gegen diesen Missbrauch seiner Plattform
- Sicherheitsexperten verbanden den Namen “Crossrider” mit Malware-Entfernungstechniken
Die Transformation:
Unter CEO Ido Erlichman (ernannt im Juni 2016) restrukturierte das Unternehmen und verließ die Ad-Tech-Industrie vollständig (Globes). Im März 2018 wurde Crossrider offiziell zu Kape Technologies umbenannt, als das Unternehmen zu Cybersecurity wechselte (Globes).
Kape’s VPN-Akquisitionen
Kape Technologies hat im Laufe der Jahre mehrere VPN-Dienste erworben:
- CyberGhost (März 2017): Erste große VPN-Akquisition (Globes)
- Private Internet Access (PIA) (November 2019): Zweite große VPN-Akquisition
- ZenMate (2020): Dritte VPN-Akquisition
- ExpressVPN (September 2021): 1 Milliarde Dollar – die größte VPN-Akquisition (Reuters, Tom’s Guide)
Heute besitzt Kape:
- ExpressVPN: Einer der größten VPN-Dienste der Welt mit 3+ Millionen Kunden
- CyberGhost: Großer VPN-Dienst mit Millionen von Nutzern
- Private Internet Access (PIA): Etablierter VPN-Dienst
- ZenMate: Weitere VPN-Marke
- Intego: Mac-Sicherheitssoftware
VPN-Review-Websites: Der Interessenskonflikt
Kape Technologies besitzt nicht nur VPN-Dienste, sondern auch VPN-Review-Websites, die diese Dienste bewerten – ein offensichtlicher Interessenskonflikt (RestorePrivacy).
Kape erwarb Webselenese, das die Review-Websites vpnMentor und Wizcase besitzt (RestorePrivacy). Beide Review-Websites ranken Kape’s eigene VPN-Dienste konsequent an der Spitze ihrer Empfehlungen (Pixel Envy).
Das Problem:
- ❌ Interessenskonflikt: Die gleiche Firma besitzt sowohl die VPNs als auch die Websites, die sie bewerten
- ❌ Mangelnde Transparenz: Die Offenlegung von Kape’s Besitz ist minimal und schwer zu finden
- ❌ Manipulation: Die Review-Websites verdienen Affiliate-Provisionen durch Verkäufe über ihre Links
- ❌ Voreingenommenheit: Die Top-Empfehlungen begünstigen konsequent Kape-Produkte
Transparenz-Probleme:
Auf Wizcase’s Seiten erscheint die “Ownership”-Offenlegung als niedrigkontrastiger grauer Text, der nicht wie ein Link aussieht – leicht zu übersehen (Pixel Envy). Das Wort “Kape” erscheint selten im On-Page-Text der Reviews, und die “About”-Seiten betonen Unabhängigkeit, trotz des gemeinsamen Besitzes (Pixel Envy, vpnMentor).
Die Implikation: Dies ist vergleichbar mit einem Filmregisseur, der seine eigene Filmkritik schreibt – fundamental kompromittiert die Objektivität (Pixel Envy).
ExpressVPN: Der UAE-Geheimdienst-Skandal
ExpressVPN wurde im September 2021 von Kape Technologies für 936 Millionen Dollar erworben (Reuters). Die Akquisition sollte einen “Premium Consumer Privacy and Security Player” schaffen, indem ExpressVPN’s 3+ Millionen Kunden mit Kape’s bestehender Nutzerbasis kombiniert wurden (Reuters).
Daniel Gericke: Der ExpressVPN-CIO mit Geheimdienst-Verbindungen
Daniel Gericke war ExpressVPN’s Chief Information Officer (CIO) von Dezember 2019 bis Juli 2023 (Cybernews, PCMag). Vor seiner Zeit bei ExpressVPN arbeitete Gericke für Project Raven – eine geheime UAE-Geheimdienst-Operation, die US-Maschinen und Personen hackte (Cybernews).
Project Raven: UAE-Geheimdienst hackt US-Maschinen
Project Raven war ein geheimes Team von ehemaligen US-Intelligence- und Militär-Operativen, die hochentwickelte Überwachungstools entwickelten und einsetzten, darunter ein System namens “Karma”, für die Vereinigten Arabischen Emirate (Cybernews).
Zwischen 2016 und 2019 arbeitete Gericke als Senior Manager bei einer UAE-basierten Firma, die “Computer Network Exploitation” (Hacking) Operationen im Auftrag der UAE-Monarchie durchführte (Cybernews).
Ziele und Methoden:
Die Operation setzte “Zero-Click”-Angriffe ein, die in der Lage waren, Computer und mobile Geräte weltweit zu kompromittieren, einschließlich in den Vereinigten Staaten (PCMag). Zu den Zielen gehörten Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und politische Rivalen der UAE-Regierung, sowie US-Staatsbürger (Cybernews, PCMag). Die Überwachungstechniken basierten angeblich auf NSA-Methoden (Cybernews).
Rechtliche Konsequenzen:
Gericke und zwei weitere ehemalige US-Intelligence-Operative (Marc Baier und Ryan Adams) wurden kollektiv mit 1,68 Millionen Dollar bestraft (Cybernews, PCMag). Sie verletzten US-Exportkontrollgesetze (ITAR), indem sie Hacking-Expertise an eine ausländische Regierung lieferten, ohne eine State Department-Lizenz zu erhalten, obwohl sie mehrfach gewarnt worden waren (Cybernews, VPNOverview).
Gericke wurde mit 335.000 Dollar bestraft (Cybernews).
ExpressVPN’s Reaktion
ExpressVPN gab an, dass es Gericke’s Hintergrund kannte, bevor es ihn einstellte, und Vertrauen in seine Arbeit bei der Sicherung ihrer Systeme hatte (PCMag, VPNOverview).
Die Implikation: Ein ehemaliger Geheimdienst-Operative, der für eine ausländische Regierung US-Maschinen gehackt hat, wurde als CIO eines VPN-Dienstes eingestellt, der Privatsphäre und Sicherheit verspricht. Dies wirft ernsthafte Fragen über ExpressVPN’s Verpflichtung zu Privatsphäre und Sicherheit auf.
Boykott-Aufrufe
Soziale Medien-Nutzer riefen zu einem Boykott von ExpressVPN auf, nachdem Berichte über die Verbindung des Eigentums zu einer israelischen Cybersecurity-Firma durch Teddy Sagi’s Kape Technologies aufkamen, was Datenschutzbedenken unter Nutzern auslöste (Middle East Eye).
ExpressVPN’s Reaktion auf die Akquisition:
ExpressVPN versicherte, dass die Akquisition keine Änderungen an den Kern-Datenschutz-Verpflichtungen des Dienstes bedeuten würde (ExpressVPN Blog). Das Unternehmen versprach:
- ExpressVPN wird weiterhin als unabhängiger Service mit eigenem Team operieren
- Die “No Activity Logs” und “No Connection Logs” Richtlinie bleibt bestehen
- Drittanbieter-Datenschutz- und Sicherheitsaudits werden als jährliche Praxis fortgesetzt
- Alle bestehenden Features und Infrastruktur werden weiter verbessert
ExpressVPN betonte, dass es “in erster Linie ein Datenschutz-Unternehmen” bleiben würde, trotz des Eigentümerwechsels (ExpressVPN Blog).
Die Frage bleibt: Kann ein VPN-Dienst, der von einem israelischen Milliardär mit krimineller Vergangenheit kontrolliert wird und einen ehemaligen Geheimdienst-Operativen als CIO beschäftigt, wirklich vertrauenswürdig sein?
Pangogroup: Hotspot Shield und Betternet
Pangogroup ist ein Digital Privacy und Security Unternehmen, das mehrere VPN-Dienste besitzt, darunter Hotspot Shield und Betternet. Das Unternehmen wurde im Juli 2020 von AURA übernommen, um AURA’s Identity Protection Services (einschließlich Identity Guard) mit Pango’s Privacy- und Security-Produkten zu kombinieren (Aura Press Release, TechRadar).
Im Mai 2024 trennten sich AURA und Pangogroup als unabhängige Unternehmen durch eine steuerfreie Spinoff, wobei AURA nach der Trennung mit 1,6 Milliarden Dollar bewertet wurde (PR Newswire).
Hotspot Shield: Sicherheitsprobleme und Datenschutzbedenken
Hotspot Shield hat mehrere Anschuldigungen von täuschenden Praktiken erhalten, einschließlich Anschuldigungen vom Center for Democracy & Technology (CDT) von unfairen und täuschenden Handelspraktiken, die unethisches Logging und Datenaustausch beinhalten, die seinen “anonymes Browsing”-Versprechen widersprechen (VPN Transparency Project).
Weitere Probleme:
- Adware im Windows-Installer: Hotspot Shield’s Windows-Installer wurde mit Adware gefunden (VPN Transparency Project)
- Täuschende Praktiken: Widersprüchliche Datenschutzrichtlinien und Versprechen
Betternet: Malware-Rankings
Betternet, ein weiterer Pango-besessener Service, der vom Sohn des iranischen Vizepräsidenten gegründet wurde, wurde als viertmeiste Treffer auf VirusTotal unter VPN-Apps eingestuft, die von Australiens nationaler Wissenschaftsbehörde, CSIRO, getestet wurden (VPN Transparency Project).
Das Problem: Betternet wurde als “viertmeiste bösartige” unter VPN-Apps eingestuft – ein ernstes Sicherheitsrisiko.
Pangogroup’s Transparenz-Probleme
Pangogroup’s breitere Probleme umfassen:
- Verschleierung von Unternehmenszugehörigkeiten: Pango-Dienste haben kritisiert für die Verschleierung ihrer Unternehmenszugehörigkeiten
- Aggressive Tracking-Praktiken: Muster von Verhalten, das von Standard-Datenschutz-Verpflichtungen abweicht
- Mangelnde Transparenz: Unklarheit über Eigentumsstrukturen und Datenschutzpraktiken
Aktuelle Datenschutzrichtlinien:
Sowohl Hotspot Shield als auch Betternet geben an, dass sie keine VPN-Browsing-Aktivitäten in einer Weise protokollieren, die zu einzelnen Nutzern zurückverfolgbar ist, keine vollständigen URLs protokollieren (nur Domain-Namen), und Daten verschlüsseln (Pango Privacy Notice, Hotspot Shield Privacy Policy, Betternet Privacy Policy). Sie protokollieren jedoch Sitzungsdauer, Bandbreite und Geräte-Hashes (Betternet Privacy Policy). Kostenlose Versionen nutzen personalisierte Anzeigen von Google, obwohl Anzeigen nicht auf VPN-Browsing-Aktivitäten basieren (Pango Privacy Notice).
Vertrauensbedenken:
Trotz aktueller Datenschutzrichtlinien-Zusicherungen hat die dokumentierte Geschichte von täuschenden Praktiken und mangelnder Transparenz über Unternehmenseigentum zu erheblicher Skepsis unter Nutzern und Datenschutz-Befürwortern geführt, ob diese Verpflichtungen langfristig eingehalten werden (VPN Transparency Project).
Verbindungen zu Israel und US-Regierung
Israel-Verbindungen
Teddy Sagi ist israelischer Staatsbürger und hat tiefe Verbindungen zu Israel:
- Geboren in Israel: Sagi wurde 1971 in Israel geboren
- Playtech: Gegründet in Israel (1999), später nach London verlegt
- Kape Technologies: Britisch-israelisches Unternehmen mit israelischen Wurzeln
- Unikmind: Isle of Man Investment-Vehikel – Steueroptimierung und Offshore-Strukturen
Die Implikation: Ein israelischer Milliardär kontrolliert mehrere der größten VPN-Dienste der Welt – Milliarden von Menschen vertrauen ihre Privatsphäre einem israelischen Unternehmen.
US-Verbindungen: Project Raven
Project Raven zeigt tiefe Verbindungen zwischen US-Intelligence-Operativen und ausländischen Geheimdiensten:
- Ehemalige US-Intelligence-Operative: Daniel Gericke, Marc Baier und Ryan Adams arbeiteten für UAE-Geheimdienst
- US-Exportkontrollverletzungen: Die Operativen verletzten ITAR-Gesetze, indem sie Hacking-Expertise an eine ausländische Regierung lieferten
- US-Ziele: Project Raven hackte US-Maschinen und US-Staatsbürger
Die Implikation: US-Intelligence-Operative arbeiteten für ausländische Geheimdienste und hackten US-Maschinen – und einer von ihnen wurde später als CIO eines VPN-Dienstes eingestellt, der Privatsphäre und Sicherheit verspricht.
Geheimdienst-Verbindungen: Die größere Bedrohung
Die Verbindungen zwischen VPN-Diensten, Geheimdiensten und ausländischen Regierungen werfen ernsthafte Fragen über Privatsphäre und Sicherheit auf:
- ExpressVPN: CIO mit UAE-Geheimdienst-Verbindungen
- Kape Technologies: Israelischer Besitzer mit krimineller Vergangenheit
- Pangogroup: Sicherheitsprobleme und mangelnde Transparenz
Die Frage bleibt: Können VPN-Dienste, die von Geheimdienst-Operativen geleitet werden oder von ausländischen Milliardären mit krimineller Vergangenheit kontrolliert werden, wirklich vertrauenswürdig sein?
Warum diese VPN-Dienste nicht sicher sind
1. Crossrider’s Malware-Vergangenheit
Kape Technologies (früher Crossrider) wurde mit Malware und Adware in Verbindung gebracht. Während das Unternehmen nicht direkt für die Erstellung von Malware verantwortlich war, wurde der Name “Crossrider” in der Cybersecurity-Community oft mit Malware und Adware in Verbindung gebracht.
Die Implikation: Ein Unternehmen mit einer Malware-Vergangenheit kontrolliert heute mehrere der größten VPN-Dienste der Welt.
2. ExpressVPN-Executive mit Geheimdienst-Verbindungen
Daniel Gericke, ExpressVPN’s ehemaliger CIO, arbeitete für Project Raven – eine UAE-Geheimdienst-Operation, die US-Maschinen hackte. Gericke wurde mit 335.000 Dollar bestraft für US-Exportkontrollverletzungen.
Die Implikation: Ein ehemaliger Geheimdienst-Operative, der für eine ausländische Regierung US-Maschinen gehackt hat, wurde als CIO eines VPN-Dienstes eingestellt.
3. Manipulierte VPN-Review-Websites
Kape Technologies besitzt vpnMentor und Wizcase – VPN-Review-Websites, die Kape’s eigene VPN-Dienste konsequent an der Spitze ihrer Empfehlungen ranken. Dies ist ein offensichtlicher Interessenskonflikt.
Die Implikation: Nutzer werden durch manipulierte Reviews getäuscht, die Kape’s eigene Produkte bevorzugen.
4. Pangogroup’s Sicherheitsprobleme
Hotspot Shield wurde mit täuschenden Praktiken, Adware und Datenschutzverletzungen in Verbindung gebracht. Betternet wurde als “viertmeiste bösartige” unter VPN-Apps eingestuft.
Die Implikation: Pangogroup’s VPN-Dienste haben eine Geschichte von Sicherheitsproblemen und mangelnder Transparenz.
5. Mangelnde Transparenz
Kape Technologies und Pangogroup haben mangelnde Transparenz über:
- Eigentumsstrukturen: Offshore-Vehikel und komplexe Unternehmensstrukturen
- Datenschutzpraktiken: Widersprüchliche Datenschutzrichtlinien und Versprechen
- Review-Websites: Minimale Offenlegung von Eigentumsverhältnissen
Die Implikation: Nutzer wissen nicht, wem sie wirklich vertrauen, wenn sie diese VPN-Dienste nutzen.
6. Kriminelle Vergangenheit des Besitzers
Teddy Sagi wurde 1996 in Israel wegen Betrugs und Bestechung verurteilt und verbüßte fünf Monate einer neunmonatigen Haftstrafe. Er ist auch in den Panama Papers dokumentiert und mit 16 Offshore-Konten verbunden.
Die Implikation: Ein Milliardär mit krimineller Vergangenheit kontrolliert mehrere der größten VPN-Dienste der Welt.
Fazit: Warum diese VPN-Dienste nicht sicher sind
Teddy Sagi’s VPN-Imperium wirft ernsthafte Fragen über Privatsphäre, Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit auf:
Die Probleme
- ❌ Crossrider’s Malware-Vergangenheit: Kape Technologies wurde mit Malware und Adware in Verbindung gebracht
- ❌ ExpressVPN-Executive mit Geheimdienst-Verbindungen: Daniel Gericke arbeitete für UAE-Geheimdienst und hackte US-Maschinen
- ❌ Manipulierte VPN-Review-Websites: Kape besitzt vpnMentor und Wizcase – Interessenskonflikt
- ❌ Pangogroup’s Sicherheitsprobleme: Hotspot Shield und Betternet haben Sicherheitsprobleme
- ❌ Mangelnde Transparenz: Offshore-Vehikel und komplexe Unternehmensstrukturen
- ❌ Kriminelle Vergangenheit: Teddy Sagi wurde wegen Betrugs und Bestechung verurteilt
Die Verbindungen
- 🇮🇱 Israel: Sagi ist Israeli, Kape ist britisch-israelisch
- 🇺🇸 US: Project Raven mit US-Intelligence-Operativen, Exportkontrollverletzungen
- 🕵️ Geheimdienste: ExpressVPN-CIO mit UAE-Geheimdienst-Verbindungen
Die Implikation
Milliarden von Menschen vertrauen ihre Privatsphäre VPN-Diensten, die von einem israelischen Milliardär mit krimineller Vergangenheit kontrolliert werden, von ehemaligen Geheimdienst-Operativen geleitet werden, und manipulierte Review-Websites besitzen.
Die Frage ist nicht, ob diese VPN-Dienste sicher sind, sondern warum so viele Menschen ihnen immer noch vertrauen.
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Quellen und weiterführende Informationen
Teddy Sagi und Kape Technologies
- Wikipedia: Teddy Sagi
- Forbes: Teddy Sagi Profile
- Wikipedia: Kape Technologies
- Reuters: Kape Technologies gets $1.5 bln buyout offer from Teddy Sagi
- The Times: Teddy Sagi’s interest in Kape’s $1bn deal for Express VPN
- Globes: Crossrider renamed Kape after switching to cybersecurity
Crossrider und Malware-Vergangenheit
- CyberInsider: Taking a Closer Look at Kape Technologies, Crossrider, and Malware
- RestorePrivacy: Kape Technologies (Formerly Crossrider) Now Owns ExpressVPN, CyberGhost, PIA, Zenmate
- RestorePrivacy: Strange Ties: Private Internet Access, Kape, and Crossrider
ExpressVPN und Project Raven
- Cybernews: ExpressVPN CIO Daniel Gericke fined $335,000 for cyber espionage
- PCMag: ExpressVPN CIO Helped United Arab Emirates Hack Into Phones, Computers
- VPNOverview: ExpressVPN Executive Fined for Past Role in UAE’s Project Raven
- ZDNet: Trust, but verify: An in-depth analysis of ExpressVPN’s terrible, horrible, no good, very bad week
- Wikipedia: ExpressVPN
- Reuters: Kape Technologies buys ExpressVPN for $936 mln
- Tom’s Guide: Kape Technologies buys ExpressVPN for almost $1 billion
- ExpressVPN Blog: ExpressVPN officially joins Kape Technologies
- Middle East Eye: Outcry over ExpressVPN ownership: What the Israeli connection means for user privacy
VPN-Review-Websites
- RestorePrivacy: Kape Technologies Now Owns ExpressVPN, CyberGhost, PIA, Zenmate, and a Collection of VPN “Review” Websites
- RestorePrivacy: These VPN “Review” Websites are Actually Owned by VPNs
- Pixel Envy: Some Popular VPNs and VPN Review Sites Are Owned by the Same Company, Kape Technologies
- Privacy Journal: Kape Technologies: 2026 Guide to Who Owns ExpressVPN
- vpnMentor: About Us
Pangogroup, Hotspot Shield und Betternet
- VPN Transparency Project: Avoid Pango
- Aura Press Release: Aura Acquires Digital Privacy and Security Company Pango
- TechRadar: Aura bolsters security offerings with Pango acquisition
- Aura VPN Product Privacy Notice
- Pango VPN Products Privacy Notice
- Hotspot Shield Privacy Policy
- Betternet Privacy Policy
- PR Newswire: Aura Completes Series G Funding Round, Raises $140 Million
Panama Papers und Offshore-Konten
- ICIJ Offshore Leaks Database: Teddy Sagi
- World Casino Directory: Playtech’s Teddy Sagi linked to 16 offshore accounts by Panama Papers